ZURÜCK

Made in … Sebastien Tellier

Eine Interviewreihe über die Reiseerfahrungen bemerkenswerter Persönlichkeiten aus aller Welt. Eine neue Perspektive auf die Kunst des Reisens vom französischen Songwriter Sebastien Tellier.

Wo fühlen Sie sich am ehesten zu Hause?
Die Antwort liegt in der Frage: zu Hause, in der Pays d’Auge in der Normandie.
Was für ein Gefühl ruft das Reisen in Ihnen hervor?
Zuallererst der blaue Himmel über den Wolken, den man von einem Flugzeug aus sieht, einfach nur zum Träumen... Aber auch wenn ich nachts eine Fähre nehmen muss, mag ich die Atmosphäre der Docks zu nächtlicher Stunde, die riesigen Schiffe in der Dunkelheit mit ihren kleinen funkelnden Lichtern.
Welches ist Ihr unvergesslichster Ausblick?
Ich mag den Blick, den man von den Hügeln von Los Angeles hat. Dort kann ich mich neben eine Palme setzen und die ganze Stadt überblicken. Natürlich ist Los Angeles die Stadt der Extravaganz und des Überfluss, aber manchmal findet man winzige Verstecke, kleine persönliche Dschungel, wo man allein sein kann. Generell mag ich all jene Ausblicke, bei denen man die Stadt von der Ferne aus genießen kann und wo man merkt, wie viele Menschen es gibt und wie klein wir doch sind.
Ihre luxuriöseste Art zu reisen?
Luxus findet man im Prinzip überall. Natürlich gibt es einige luxuriöse Hotels, aber manchmal ist es dort ein bisschen verkrampft. Ein wahres Luxushotel ist jedoch ein Hotel, in dem sie für dich eine Art Setting schaffen, etwas, das das Kind in dir hervorruft und dich deswegen keiner verurteilt. Ein Ort, an dem du dich einfach auf der Terrasse niederlassen und den ganzen Tag Erdbeeren essen kannst, ohne dass das seltsam aussieht.
Ein Wort, das spezifisch für eine Sprache ist und warum?
Das Wort „Cocktail“ spricht mich sehr an... Wenn ich es höre, möchte ich losziehen. Es ist ein Anreiz zum Reisen. Es erinnert an die Kombination verschiedener Elemente und erweckt eine Vorstellung von Vielfalt, gerade das gefällt mir sehr.
Stellen Sie sich Ihren perfekten Louis Vuitton Koffer vor…
Der Koffer müsste mir vor allem wie ein Roboter überallhin hinterherlaufen, sodass ich ihn nicht tragen muss. Dazu hätte ich einen kleinen Chip oder etwas Ähnliches in der Tasche und der Koffer würde analysieren, wo ich bin, und dann immer genau hinter mir sein, auf kleinen Rollen. Und es wäre außerdem sehr praktisch, wenn ich mich im Falle eines Notfalls irgendwie in ihm verstecken könnte.

Tags: Made in, Interview