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Kunst & Kultur - Bücher 31/10

Die neuen Fahsion Eye Bücher: Japan und Orient-Express

Louis Vuitton ergänzt seine Fashion Eye Bücherkollektion um zwei weitere Titel: Japan von Adolphe de Meyer und Orient Express von Sarah Moon.

Die Videos

Mit der Fashion Eye Bücherkollektion befasst sich Louis Vuitton mit einem breitgefassten Kompendium an Perspektiven, welche sich je nach Desitination aus unterschiedlichen Blickwinkeln präsentiert. Von Farb- oder Schwarzweißfotografien über städtische Panoramen und Naturlandschaften sowie Szenen aus dem Alltag, gibt es ebenso Bilder zu entdecken, die zum Nachdenken anregen. Jedes Buch der Kollektion umfasst eine beeindruckende Auswahl an Fotografien in Großformat, die durch biografische Informationen und ein Interview mit dem Fotografen oder eine kritische Abhandlung ergänzt werden. Die Bücherkollektion schafft einen beispiellosen Dialog zwischen aufstrebenden Talenten, erfahrenen Fotografen und Legenden der Modefotografie. Durch die Gegenüberstellung zeitgemäßer Kreationen und kaum bekannter Schätze aus dem Archiv entsteht eine Kollektion unschätzbar wertvoller Nachschlagewerke, die sowohl in ihrem fotografischen Ansatz als auch in ihrem Design einzigartig sind.

Die Bücher

Orient-Express
Sarah Moon

An Bord des berühmtesten Zuges der Welt lässt die französische Fotografin Sarah Moon beeindruckende Erinnerungen lebendig werden. Von Paris bis Istanbul ziehen die Landschaften vorüber und das Licht verändert sich pausenlos, während die Schienen, die Stromleitungen über dem Dach und die Signalpaneele die Strecke zu den Ufern des Bosporus markieren. In einem Salonwagen des Orient-Express, dessen Holzvertäfelung den Luxus vergangener Zeiten aufleben lässt, scheint Suzanne, das Model der Fotografin und Heldin ihrer Aufnahmen, wie in eine andere Zeit versetzt. Bild für Bild symbolisiert Suzanne eine exotische Passagierin ohne Gepäck die 'Fluchtlinien', die diese metaphorische Reise in das lyrische Herz eines einzigartigen Zugerlebnisses aufgliedern und unterstreichen.

Japan
Adolphe de Meyer

Obwohl der Vorreiter der Modefotografie Baron Adolphe de Meyer viele seiner Werke zerstörte, haben doch einige der Bilder, die während seiner langen Reise durch Asien entstanden sind, überdauert. Darunter seltene Einblicke in ein faszinierendes und bis heute unergründliches Inselreich. Im Jahr 1900 nahm Adolphe de Meyer seine Begeisterung für die Ästhetik dieser Nation zum Anlass, das Japan der Meiji-Ära zu bereisen. Von den Tempeln der ehemaligen Reichshauptstadt Kyoto und den monumentalen Buddha-Statuen, besonders jener in Nara, bis hin zu den traditionellen Toren (Torii), die den Eingang zu den Shinto-Schreinen in Nikko und im Ueno Park in Tokio symbolisieren, halten seine Fotografien Seite um Seite sowohl die Schönheit der vom japanischen Volk verehrten Natur fest als auch die architektonischen und künstlerischen Schätze des Landes. Seine atemberaubend einfühlsame Vision lässt ein völlig anderes Bild entstehen als der weit verbreitete Japonismus seiner Zeit.

Saint Tropez
Osma Harvilahti

Der finnische Fotograf Osma Harvilahti wurde 1983 in Helsinki geboren. Seine Fotografien sind charakteristisch für fundamentale Dokumentationen voller Spontanität und Details der Welt, die ihn umgibt und auf eine natürliche Weise inspiriert. Die persönlichen Projekte an verschiedenen Orten sowie die Menschen, denen Osma Harvilahti während dieser Zeit begegnete, ermöglichten ihm die intimsten und zugleich lebhaftesten Details seiner Umgebung festzuhalten. Was mit einem frühen Interesse an Straßenfotografie und einer Vorliebe für die reinen Linien und Formen des Bauhausstils begann, entwickelte sich langsam zu einem Gespür, Kompositionen aus alltäglichen Phänomenen zu kuratieren und zu erfassen.

Inspiriert vom originellen und pointierten Werk, wie dem von Roe Ethridge, Luigi Ghirri und weiteren Fotografen, hat Harvilahti eine klare und grafische Ästhetik mit intensiven Farben entwickelt, die Mustern, Schatten, Formen und Oberflächen mit schonungsloser Ehrlichkeit nachgeht.

Französische Riviera
Slim Aarons

George Allen Aarons wurde am 29. Oktober 1916 in New York geboren. Aufgrund seiner schmalen und sehr großen Statur von 1,94 Meter, wurde ihm der Spitzname 'Slim' gegeben. Im Alter von 18 Jahren verpflichtete er sich bei der US-Armee und wurde der für die Produktion und den Vertrieb zuständigen Abteilung von Bildmaterial, welches das Leben in der Armee und die Operationen dokumentierte, zugewiesen. Anfang des Zweiten Weltkriegs war er in der prestigeträchtigen West Point Militärakademie tätig, um Truppenmanöver zu fotografieren.

'Slim' wurde während seines Aufenthalts in Hollywood dem Regisseur Frank Capra vorgestellt, der im Begriff war einen Kriegsfilm zu drehen, für welchen er auf der Suche nach Journalisten war, um den Krieg in Europa zu dokumentieren.

Bali
Quentin de Briey

Dieser Bildband legt den Fokus auf die kleinen Dinge aus dem Alltagsleben auf Bali, der Insel der Götter. Quentin de Briey lässt sich dabei einfach von dem Zufall, von dem Brummen der Motorräder, dem Lächeln von Fremden, den Ständen, an denen Durian-Früchte verkauft werden, und den Schwingungen in der Luft leiten und davontragen. Er begegnet vielen unbeschwerten und stolzen ebenso wie amüsierten Bewohnern. Gelegentlich haben sie sogar ihre Kampfhähne dabei. Auf seiner Reise entlang den mit vulkanischer Energie aufgeladenen Pfaden wetteifern die üppige Vegetation und die steilen Reisterrassen um die Aufmerksamkeit des Fotografen. De Briey findet seinen Platz am Rande einer märchenhaften Vision und eines utopischen Touristenparadieses. Die meisten der Fotografien in diesem Buch wurden auf Bali aufgenommen, einige stammen jedoch sowohl von Lombok als auch von den bekannten Gili-Inseln.

Seine frühere Karriere als Skateboard-Profi lehrte Quentin de Briey Spontaneität. Nach einer Verletzung beschloss er, sich ganz der Fotografie zu widmen. Der in Belgien geborene und in Barcelona ansässige Quentin de Briey pendelt zwischen Paris und New York, wo er vorrangig für Mode- und Luxusmarken tätig ist. Seine Werke wurden unter anderem in dem The Sunday Times Magazine und zahlreichen Ausgaben der Vogue veröffentlicht. Mehrere seiner Werke sowie Ludakh, wurden von Yvon Lambert veröffentlicht. Seine vielseitigen Arbeiten reichen von spontanen Porträts über Einblicke in unordentliche Schlafzimmer bis hin zu Facetten der Straßenkultur. Häufig sind es sonnendurchflutete Bilder, da De Briey bevorzugt mit Silberhalogenidfilmen arbeitet. Authentische Fotografien mit unbeschreiblichem, natürlichem Charme gelten als Markenzeichen von De Briey.

Genf
Paul Rousteau

Durch die Linse von Paul Rousteau betrachtet, leuchtet die Stadt am Westufer der blauen Weiten des Genfer Sees in warmen Farben. Die beigefarbenen Fassaden der Häuser, die Beschaulichkeit des in den Bains des Pâquis verlaufenden Stegs, die Rhone und die Alpen, alles erscheint in einem neuen Licht. Über den Hafen der Stadt gleitet eine Sanftheit, die an das Lebensgefühl im Mittelmeerraum erinnert. Abgerundet wird die Szene durch eine Gruppe von nackten, melancholisch wirkenden badenden Frauen – in diesem Falle sind Statuen die Modelle des Fotografen. Rousteau erinnert sich an seine Jugendliebe, ein Mädchen aus Genf, und kehrt an die Orte zurück, an denen er diese Leidenschaft erlebte. Er verliert sich und findet sich wieder. Seine ziellosen Spaziergänge durch die Stadt führen ihn durch enge Straßen, lassen ihn lauschige Winkel und verborgene Ecken entdecken. Diese meditative und weltliche Suche verleiht ihm Zugang zu einem sinnlichen und verführerischen Genf. Allmählich verstehen wir, warum Alexandre Dumas die Stadt einst mit einer trägen 'Odaliske' verglich.

Paul Rousteaus lebendiger Stil lädt uns ein, durch den Spiegel der Erscheinungen zu entfliehen. Der Fotograf aus Paris bevorzugt leuchtende und weiche Farben, begeistert sich für den impressionistischen und fauvistischen Stil und beschreibt sich selbst oft als faulen Maler mit einer Vorliebe für Künstler, die nicht die Realität darstellen. Seine Fotografien sind von Immaterialität durchdrungen, wenn es so etwas gibt. Sie spielen mit dem Unfassbaren. Er hat eine Vorliebe für helle, sanfte Farben und seine Fotografien, die häufig verschwommen und überbelichtet sind, stechen durch ihre leuchtenden Lavierungen aus Farbe ins Auge des Betrachters. Rousteau studierte an der L’École de Photographie in Vevey in der Schweiz. Seine Werke, die Kunst, Mode, Stillleben und Reisefotografien umfassen, wurden in zahlreichen Magazinen wie dem The New Yorker veröffentlicht. Zu seinen Kunden zählen Marken wie agnès b. und Diptyque. 2016 wurden Rousteaus Werke beim Fotofestival Rencontres d’Arles und während der Paris Photo in der Galerie du Jour agnès b. ausgestellt.

Seidenstraße
Kishin Shinoyama

Mit seinen außergewöhnlichen, vielfältigen Landschaften und Landschaftsformen ist Eurasien schon seit Langem ein Anziehungspunkt für kühne Reisende, nicht zuletzt für Kishin Shinoyama. Von der alten japanischen Hauptstadt Nara bis zu Landschaften im Westen, hat der in Tokio geborene Fotograf ein ganzes Labyrinth von Wegen bereist. Die Fotografien in diesem Buch, wurden aus acht, zwischen den Jahren 1981 und 1982 veröffentlichten Bänden ausgewählt, und erzählen uns vom Leben der Menschen. Als echter Feinschmecker findet Shinoyama Gefallen an Marktszenen, an bis zum Bersten mit frischen Lebensmitteln gefüllten Marktständen. Er genießt so manches gutes Essen, ohne dabei die religiösen Stätten an der Seidenstraße zu vernachlässigen. Dank der Verflechtungen zwischen den Kulturen entlang ihrer Routen, haben religiöse Vorstellungen Bestand, ganz gleich, ob sie dem Buddhismus, dem Islam oder dem Christentum entstammen. Dieser Bildband soll auch einen Eindruck von Orten vermitteln, die aufgrund der Gewalt von Kriegen und des Fanatismus heute nicht mehr existieren. Er ist eine wertvolle Erinnerung an Kulturschätze wie die Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan, die antike Stadt Palmyra oder die Souks von Aleppo in Syrien. Einige dieser Fotografien sind nun Relikte vergangener Zeiten.

Wie sein ikonisches, 1968 veröffentlichtes Kompendium '28 Girls' veranschaulicht, haben Kishin Shinoyamas stilisierte Darstellungen unsere Vorstellung vom weiblichen Akt revolutioniert. Der Dreh- und Angelpunkt seines Werdegangs war die weibliche Schönheit, festgehalten in Bildern, in denen Körper und Raum miteinander verschmelzen. Shinoyamas Arbeit für führende Modemagazine und -marken, seine hochkarätigen Kampagnen, ganz zu schweigen von seinen Porträts, darunter eine Fotoserie von Yoko Ono und John Lennon, haben ihn berühmt gemacht. Im Rahmen seines vielschichtigen Schaffens gibt er auch gern Einblick in die Wohnräume bekannter Künstler, beispielsweise in das Atelier von Man Ray in Paris, die Wohnungen von Luchino Visconti und Yukio Mishima und das Grand Chalet von Balthus in Rossinière in der Schweiz. Sein ruheloser Geist hat ihn rund um die Welt geführt – von New York bis Paris, von Florenz bis Hawaii und von Australien bis Brasilien. Bis heute ist die Freude daran, ein kleines Bruchstück der Ewigkeit festzuhalten, der Antriebsfaktor für seine Arbeiten. Seine Fotografien vermitteln spürbare Sinneseindrücke.

Cretto di Burri
Oliviero Toscani

Wenn man die komplexe Installation des weltbekannten Malers und Bildhauers Alberto Burri durch die Augen von Oliviero Toscani betrachtet, erwacht sie zu neuem Leben. Dieses Werk, das teilweise die Ruinen von Gibellina, einer 1968 durch ein schweres Erdbeben zerstörten sizilianischen Stadt überdeckt, wird in dem Bildband zu einem faszinierenden Fotomotiv. Eine Fläche aus strahlend weißen Betonplatten, die zum Gedenken an die entstellende Tragödie mit einem Netz von Rissen überzogen ist, wird nun langsam durch die Erosion zerstört und durchläuft eine Metamorphose. Toscani fügt diesem, der Sonne ausgelieferten Mahnmal mit Bildern aus der Vogelperspektive, Nah- und Weitwinkelaufnahmen seine eigene konzeptionelle Handschrift hinzu. Für diese Arbeiten war ein beträchtlicher technischer Aufwand notwendig, unter anderem der Einsatz einer Drohne und eines Teleobjektivs. Ob unmittelbar über der Oberfläche oder aus großer Höhe: durch Toscanis Bildansatz entstehen nahezu abstrakte Kompositionen.

Der toskanische Fotograf Oliviero Toscani, ein weltbekannter Art Director, Influencer und Meister der Provokation, scheut sich nie vor Kontroversen. Seine zahlreichen Kampagnen für United Colors of Benetton und eine schockierende Aufklärungskampagne über die verheerenden Auswirkungen von Magersucht sorgten für Schlagzeilen. Der Hitzkopf mit dem durchdringenden Blick, ein Sohn des ersten Fotojournalisten der renommierten italienischen Zeitung Corriere della Sera, unterstützt zahlreiche humanitäre Projekte. Toscani hat ein hervorragendes Farbgefühl, versteht meisterhaft die Auswahl von Bildausschnitten sowie den Bildaufbau und fotografiert mit einer solchen Hingabe wie kein zweiter Fotograf. Er arbeitet auch heute noch für internationale Magazine wie Harper's Bazaar, Vogue und Elle, doch er bleibt ein Rebell, der Regeln in Frage stellt und mit dem Status quo bricht. 2015 wurden bei seiner Wanderausstellung 'Anti-clichés' für die Ready-to-Wear-Marke Balsamik statt Agenturmodels Frauen eingesetzt, die tatsächlich repräsentativ für den Kundenkreis waren.

Iran
Harley Weir

In der Heimat von Kyros und Zarathustra lässt sich Harley Weir von der natürlichen Schönheit des Landes und der außergewöhnlichen Gastfreundschaft seiner Einwohner verzaubern. Ihre Bilder sind das Ergebnis nuancierter Beobachtungen und erfordern keine weitere Erklärung. Weir erfindet persische Miniaturen neu und versucht durch Nahaufnahmen die Welt zu verstehen. Unscheinbar wirkende Details, Gewebe, Tücher, Schleier und Gesichter werden ungeschönt gezeigt und sind Beispiele für ihre Arbeit. Zwischen geisterhaften Schatten und strahlendem Licht hält Weir in diesem geheimnisvollen Iran mit seinem kulturellen Reichtum, der sich über Tausende von Jahren hinweg entwickelt hat, feinfühlig die Poesie von Gestalt und Form fest.

Die britische Fotografin Harley Weir ist eine Autodidaktin, die dank ihres Internetblogs entdeckt wurde und nun die Modewelt auf den Kopf stellt. Bei ihr gibt es kein Tabu. Brillant und wagemutig, ohne unverschämt zu werden, verschiebt sie die Grenzen der Konvention. Ihre stets wunderschönen und manchmal verstörenden Bilder haben Marken wie Balenciaga, Stella McCartney und Calvin Klein in ihren Bann gezogen. Sie konzentriert sich jedoch nicht ausschließlich auf die komplexen Facetten der Weiblichkeit. Mit fieberhafter Neugier wagt sie es häufig, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, um beispielsweise auf die Vielzahl von Menschen aufmerksam zu machen, die in provisorischen Behausungen leben, etwa im 'Dschungel', einem weitläufigen Flüchtlingslager in Calais. Gemeinsam mit der Designerin Grace Wales Bonner, die 2016 mit dem LVMH Prize ausgezeichnet wurde, drehte sie zwei Filme: der erste porträtiert professionelle Ringer im Senegal und für den zweiten reisten die beiden für ein lyrisches Porträt über die Männlichkeit nach Indien.

Die Kollektion